Willkommen auf der Sicherheits-Homepage der Gemeinde Gitschtal! Hier finden Sie wichtige Informationen für Ihre Sicherheit, aktuelle Tipps zur Unfallverhütung und Gemeindeberichte. Zusätzliche Beiträge und Artikel haben wir unter "Sicherheit von A-Z" für Sie vorbereitet.

Aktuelles

Verhalten bei Chemieunfällen

  • Chemie-Grafik ©
Weltweit sind derzeit ca. 10 Millionen verschiedene chemische Verbindungen bekannt. Etwa 50.000 bis 70.000 davon werden in großen Mengen erzeugt, gehandelt, transportiert und verwendet. Viele dieser Stoffe können, wenn sie bei Unfällen freigesetzt werden, zu einer Gefährdung werden.

Selbstschutzmaßnahmen vor dem Durchzug einer Schadstoffwolke

Wenn genügend Zeit vorhanden ist:

  • Im Freien befindliche Gegenstände (Spielsachen, Wäsche, etc.) und Haustiere ins Haus bringen 
  • Nachbarn verständigen, denken Sie an Kinder und Hilfebedürftige • Glashäuser schließen 
  • Weidetiere in den Stall bringen • Wohnung oder andere schützende Räumlichkeiten aufsuchen 
  • Höher gelegene Räume auf der gefahrenabgewandten Seite des Hauses bevorzugen 
  • Radio / TV einschalten 
  • Alle Fenster und Türen (auch Hauseingangstüren) schließen 
  • Lüftungen abschalten 
  • Fensterläden und Jalousien schließen (Trümmerflug, Brandgefahr) 
  • Zugluft vermeiden, auf Kaminöffnungen und Entlüftungssysteme achten, da hier Luft von außen eindringen kann 
  • Bei den Fenstern und Türen die Fugen mit breiten Klebestreifen verkleben 
  • Räume mit massiven Wänden aufsuchen (Explosionsschutz und Schutz vor Trümmerflug) 
  • Notrufnummern nicht für Auskünfte benützen. 
  • Wenn brennbare Gase ausgetreten sind oder ein solcher Verdacht aufgrund der Unfallumstände besteht, sofort Strom abschalten (Explosionsschutz)   

Selbstschutzmaßnahmen während des Durchzugs einer Schadstoffwolke oder während eines chemischen Unfalls

  • In der Wohnung oder anderen schützenden Räumlichkeiten bleiben
  • Räumlichkeiten mit massiven Umfassungswänden und wenigen Fenstern und Türen bevorzugen
  • Immer Räume benutzen, die über Niveau liegen, da sich Schwergase in Untergeschoßen ansammeln 
  • Sich nicht in der Nähe von Fensterflächen aufhalten, da bei Explosionen durch Trümmerflug und Druckwelle in diesen Bereichen besondere Gefährdungen auftreten 
  • Aufenthalt im Freien meiden, um möglichst wenig mit der Schadstoffwolke in Kontakt zu kommen. Bei unvermeidbarem Aufenthalt im Freien feuchte Tücher vor Mund und Nase halten oder Fluchtfiltermaske verwenden 
  • Frischluftzufuhr vermeiden. Keine Lüftungseinrichtungen einschalten, auch wenn Filter vorgeschaltet sind 
  • Radio und Fernsehen abhören (Lokalprogramme) 
  • Auf Lautsprecherdurchsagen achten 
  • Notrufnummern nicht blockieren

Selbstschutzmaßnahmen nach dem Durchzug einer Schadstoffwolke

  • Entwarnung über Fernsehen, Rundfunk oder Lautsprecher abwarten 
  • Nach der Entwarnung alle Räume lüften 
  • Behördliche Anweisungen befolgen (Radio, Fernsehen, Printmedien, Anschläge, Postwurfsendungen, Lautsprecherdurchsagen) 
  • Weidetiere im Stall belassen und solange nicht mit Frischfutter aus der Umgebung versorgen, bis eine Entwarnung vorliegt 

 

 

Nach dem Durchzug einer Schadstoffwolke, die Schadstoffe auf dem Boden und anderen Flächen abgelagert hat, ist Reinlichkeit in jeder Hinsicht erforderlich:

  • Schuhe vor dem Betreten der Wohnung ausziehen 
  • Fußböden, Heizkörper, Lampen usw. feucht reinigen. Fenster und Fensterbänke waschen, Teppiche einschäumen und absaugen. Nur Staubsauger mit Feinfiltersystemen verwenden! 
  • Täglich gründlich duschen, Hände, Haare und Bart besonders gründlich waschen 
  • Haus- und unmittelbare Umgebung (Zufahrten, Aufgänge, Balkone, Terrassen (etc.) mit Wasserschlauch abspritzen 
  • Bei allen Reinigungsarbeiten Staubaufwirbelung vermeiden 
  • Kein Obst und Gemüse aus dem Garten essen 
  • Nur luftdicht verpackte Lebensmittel verwenden. Möglicherweise kontaminierte Lebensmittel waschen oder entsorgen 
  • Darauf achten, dass Kleinkinder keine verunreinigten Gegenstände (insbesondere im Freien) in den Mund nehmen!

Sicherheitstipp: Verhalten bei Chemieunfällen (Download)

Störfallschutz-Ratgeber des BMI 

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