Marktgemeinde Kaltenleutgeben

2391 Kaltenleutgeben

Hauptstraße 78

02238 71213

Aktuelles

Bericht Ihres Zivilschutzbeauftragten

  • SIZ Wallner ©
Seit Erscheinen des letzten Amtsblattes hat der sog. K-Kreis-Kaltenleutgeben bereits 2 Sitzungen abgehalten. Das vom Bürgermeister Ing. Josef Graf einberufene Gremium, besteht neben dem Bürgermeister selbst, aus Vizebürgermeister und Amtsleiter Peter Fuchs, den gfhr. Gemeinderäten Josef Ezsöl und Dr. Johann Schadwasser, HBI Kurt Raitmar und meiner Person.
In der ersten Sitzung wurden aus einem Katalog für Kaltenleutgeben 18 relevante Bedrohungsbilder gemeinsam erarbeitet.

Die Breite reichte von AKW-Störfällen in grenznahen Atomkraftwerken über Stromausfälle, Seuchen, Unwetter bis zu einem für unseren Ort spezifischen Fall, dem Einsturzes des Bachgewölbes über der Dürren Liesing.

Alle Gremium-Mitglieder erhielten Analysebögen, um wie in einer der letzten Ausgaben des Amtsblattes beschrieben, eine Prioritätenliste zu erstellen. Diese umfangreiche Arbeit, die neben fachlichem und spezifischem Wissen auch Recherchen und Ortskenntnisse voraussetzt, wurde in Form einer „Hausaufgabe“ von allen sehr gewissenhaft durchgeführt. Die Ergebnisse, die durch einen objektiven Berechnungsschlüssel aus zahlreichen Bewertungen einen Faktor errechneten, wurden bei der zweiten Sitzung präsentiert und analysiert. Trotz unterschiedlicher Zugänge der einzelnen Gremium-Mitglieder waren die Ergebnisse in fast allen Bereichen nahezu deckungsgleich bzw. konnten die wenigen Abweichungen sachlich begründet werden.

Kurz zusammengefasst ergeben sich für unseren Ort folgende Szenarien, die in die weitere Arbeit des K-Kreises bzw. in die Tätigkeit des Zivilschutzes vorrangig einfließen werden, es sind dies:

• Störfall in einem Atomkraftwerk • Erdbeben einschl. Großunfall, wie z.B. Absturz eines „Flugkörpers“

• Stromausfall (Blackout) über eine länger Zeitraum (24 Stunden und länger)

• Epidemie/ Pandemie

Da es auch notwendig wird die örtliche Einsatzleitung (ÖEL) der MG-Kaltenleutgeben neu zu strukturieren wird sich der K-Kreis bei der nächsten Sitzung damit beschäftigen. Natürlich werde ich auch darüber zu gegebener Zeit berichten.

Zum Thema „Krisenfester Haushalt“ erneuere ich mein Angebot Sie bei der Zusammenstellung zu beraten, gerne auch telefonisch: Handy: 0676-330-69-78 Zu meinem Artikel „Blackout“ (Amtsblatt 02.2012), ist Anfang April ein interessanter, spannender Thriller erschienen der in Romanform die Auswirkungen eines europaweiten Stromausfalls beschreibt. Titel: Blackout, Autor: Marc Elsberg

Im Zusammenhang mit unseren Blaulicht-Organisationen kann ich berichten, dass das neue Kommando-Fahrzeug unserer Wehr u.a. mit einer Lautsprecheranlage ausgerüstet wurde, die im Katastrophenfall (z. B. Stromausfall) auch zur Information der Bevölkerung eingesetzt werden kann. Die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und dem Roten Kreuz wurde vor kurzem, bei einer Assistenzleistung (Suchaktion) für die Polizei, wieder unter Beweis gestellt. Neben der Wehr in Zugstärke und der Rettung mit Fahrzeug und 3 Sanitätern war auch die Hundestaffel des Roten Kreuzes innerhalb von 40 Minuten einsatzbereit vor Ort, womit zum wiederholten male die Schlagkraft unserer freiwilligen Helfer demonstriert wurde. Der Sommer ist da und neben hoffentlich optimalem Bade-, Freizeit- und Grillwetter steigt auch die Unwettergefahr.

Einige Tipps zum Verhalten bei Gewitter:

* Vermeiden Sie die Nähe zu höheren Bäumen, Masten, Antennen und dergleichen

* Verwenden Sie keinen Regenschirm

* Bleiben Sie beim Autofahren im Fahrzeug und berühren Sie keine blanken Metallteile

* Halten Sie von Strom-Überlandleitungen mindestens 70 Meter Abstand

* Nehmen Sie trotz Blitzschutz Ihres Hauses empfindliche Geräte vom Netz

* Wenn Sie zu Fuß unterwegs sind, suchen Sie Schutz in einem Gebäude oder suchen Sie z.B. beim Wander, Radfahren, Laufen etc. Schutz in einer Mulde (in Hocke mit geschlossenen Beinen, Gewicht auf den Fußballen)

* Bei Blitzeinschlag in die Blitzschutzanlage prüfen Sie nach dem Gewitter das Gebäude auf Risse und Brüche des Mauerwerkes bzw. auf Dachschäden.

Abschließend wünsche ich Ihnen Allen einen erlebnisreichen, erholsamen Sommer bzw. Urlaub und allen Kinder und Jugendlichen eine „coole“ Zeit und schöne Ferien.

HLM Hans Wallner e.h. Zivilschutzbeauftragter/Ortsleiter der Marktgemeinde Kaltenleutgeben

Nicht vergessen – Zivilschutz ist nie zu viel Schutz!

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