Marktgemeinde Kaltenleutgeben

2391 Kaltenleutgeben

Hauptstraße 78

02238 71213

Aktuelles

Bericht des Leiters des Sicherheits-Informations-Zentrums

  • SIZ Wallner ©
Liebe OrtsmitbewohnerInnen!
Wie in der letzten Ausgabe des Amtsblattes angekündigt besuchten Amtsleiter und Vzbgm. Peter Fuchs und ich, den Ersten Teil eines Kurses unter dem Titel „Krisen,- und Katastrophenschutzmanagement“. Das vermittelte Wissen ist die notwendige Basis, um dem gesetzlichen Auftrag nach- zukommen für unsere Marktgemeinde einen zeitgemäßen Katastrophenschutzplan zu erstellen, der den derzeitigen Kat.-Plan ablösen soll. Weiters dient dies dazu um gegebenen- falls für spezielle Szenarien, Sonder-Alarmpläne zu erstellen.

Die Bewertung und Erstellung des Kat.-Planes wird durch ein Gremium (Arbeitstitel: K- Kreis-Kaltenleutgeben), welches vom Bürgermeister zusammengestellt  wird, erfolgen. Natürlich sind dazu Fachwissen, Statistiken und wissenschaftliche Parameter eine wichtige Grundlage. Ebenso wichtig sind persönliche Erfahrungswerte, Kenntnisse unserer lokalen Geschichte, der Topographie und soziale Kompetenz.

Die Auswertung passiert nicht auf einer emotionalen Beurteilung durch das Gremium, sondern wird über ein Rechenprogramm mathematisch errechnet. D.h. die Fakten wie Eintrittswahrscheinlichkeit, Gefahr, Schadensausmaß, Auswirkungen, Ressourcen, Restrisiko u.a.m. sind in einer Bewertungstabelle ausschließlich Berechnungsfaktoren. Dieses Rechenprogramm findet internationale Anwendung (z.B. auch zur Terrorbekämpfung) und liefert weitgehend objektive Ergebnisse.     

Diese Ergebnisse sind die Voraussetzung zur Erstellung des Katastrophenschutzplanes bzw. im Bedarfsfall, für die Ausarbeitung von Sonder-Alarmplänen. Dienen aber auch dazu weitere  Maßnahmen zu überdenken, wie z.B. Ressourcenaufstockung, Investitionen in die Vorbeugung, organisatorische Vorkehrungen u.v.a.m.                                                                                                                                An dieser  kurzen Darlegung können Sie  erkennen, dass wenn man der Krisen, - und Katastrophenvorsorge den richtigen Stellenwert gibt, auf die Verantwortungsträger, die dem Gremium (K-Kreis-K) angehören werden, einiges an Arbeit zukommt. Ich werde  Sie über die Fortschritte laufend im Amtsblatt bzw. auf der SIZ- und Feuerwehr Homepage informieren. Ziel ist es, die Ergebnisse und Maßnahmen allen MitbewohnernInnen klar zu vermitteln, denn nur durch Kenntnis eines Risikos, einer Gefahr, entsteht Akzeptanz und daraus ein Verstehen und ein angemessenes Handeln.

Natürlich möchte keiner eine Katastrophe erleben müssen, aber gerade die letzten Monate bzw. Wochen zeigen andere Bilder, denken wir dabei nochmals an Japan (AKW-Unfall) oder an die Unwetter (mit Sandstürmen) in Deutschland bzw. an den Stromausfall („Black-Out") Ende Oktober in Amerika wo 3 Millionen Menschen rd. 3 Tage ohne Strom waren. Diese Aufzählung bestätigt nur die Regel und ist auch kein Widerspruch zu meinem letzten Artikel „Perle im Grün"!

Dass unsere Blaulicht-Organisationen wie Freiwillige Feuerwehr und Rotes Kreuz auf Groß-Schadensereignisse gut vorbereitet sind, zeigte einmal mehr die Unter-Abschnittsübung im Oktober im Bereich Wienerhütte.                                                                                                                     Neben ständigen Übungen, Schulungen aller unserer Einsatzkräfte bilden sich auch andere Führungskräfte unserer MGK laufend weiter. So nahm vor kurzem KHD-Kdt. und HBI Kurt Raitmar an einer Stabsübung, als Verbindungs-Offizier der Feuerwehr, in der Landeswarnzentrale in Tulln teil. Die dabei gewonnenen Erfahrungen fließen natürlich auch in die Arbeit der örtlichen Kat.- Einsatzleitung ein. Gemeinsam werden wir uns demnächst bei einer Sicherheitstagung in der Landesfeuerwehrschule fortbilden.

Der Kommandant unserer Wehr OBI Erwin Brunner absolvierte in seiner Funktion als Sprengmeister einen Ortungskurs, der im Katastrophenfalle sehr wichtig sein könnte.

Abschließend möchte ich auf die erhöhte Brandgefahr im Zusammenhang mit der Adventzeit (Kerzen, Kränze, Tischschmuck etc.) hinweisen und Sie um sorgsamen Umgang mit offenen Licht und leicht brennbaren Gegenständen bitten!!!

Ich hoffe, ich konnte Ihnen wieder einige Informationen vermitteln, wünsche Ihnen allen einen besinnlichen Advent und schöne Festtage sowie einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

 

HLM Hans Wallner e.h.                                                                                                     Zivilschutzbeauftragter

 

Nicht vergessen - Zivilschutz ist nie zu viel Schutz!                                        

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