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Euronotruf 112

Am 11. Februar 2013 findet wieder der europaweite „112-Tag“ statt und soll nachhaltig die Aufmerksamkeit auf den Euronotruf lenken. Bereits in der Vergangenheit hat der Österreichische Zivilschutzverband (ÖZSV) mehrere Euronotruf-Kampagnen ins Leben gerufen.

Was ist der Euronotruf?

Dieser Notruf wurde 1991 von der Europäischen Kommission und dem EU-Ministerrat beschlossen und soll allen EU-BürgerInnen den Zugang zu Notrufdiensten ermöglichen. Der Euronotruf ist die kostenlose, EU-weite Notrufnummer 112 und gilt in den 27 EU-Ländern , sowie Island, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Norwegen, der Schweiz, Serbien, der Ukraine, Israel, Simbabwe, Vanuata, Neuseeland in teilweise in Südafrika.

Fakten zum Euronotruf

- Der Euronotruf sollte nur im europäischen Ausland oder vom Handy getätigt werden
- Wählt man den Euronotruf 112 in Österreich, gelangt man hierzulande zur Sicherheitsexekutive, die je nach Notfall die zuständige Organisation alarmiert
-Der Euronotruf ist österreichweit ohne SIM-Karte erreichbar, es ist jedoch kein Rückruf möglich
-2011 war der Euronotruf mit 1.620.200 Anrufen der meistgewählte Notruf der Mobilfunknotrufe in Österreich

Der Euronotruf am Handy

Der Euronotruf ist ohne PIN-Code Eingabe möglich. Wenn das Mobiltelefon keinen Empfang im eigenen Netz hat, wird automatisch über ein fremdes Netz vermittelt. Diese Notrufe haben Priorität und können nötigenfalls eine andere Verbindung trennen.

Nach amerikanischem Vorbild, wird beim Euronotruf der Standort des Anrufers geortet. Die EU-Verordnung zum Euronotruf legt zwar fest, dass die Leitstellen automatisch Informationen über den Standort des Anrufers bekommen, doch die GSM-Ortung ist immer noch fehlerhaft. In Italien, Litauen, Niederlande, Polen, Rumänien und der Slowakei funktioniert die Ortung gänzlich nicht.
Notrufnummern einprägen

Der Österreichische Zivilschutzverband unterstützt den europaweiten „112-Tag“, trotzdem sollte der Euronotruf vor allem im EU-Ausland und vom Handy getätigt werden. Es ist jedoch ratsam, sich die österreichischen Notrufnummern einzuprägen und im Ernstfall direkt bei der zuständigen Organisation anzurufen.

122 Feuerwehr
133 Polizei
144 Rettung

Eine genaue Unfallmeldung abgeben

Egal, welche Notrufnummer Sie gewählt haben, der Hilferuf muss immer so präzise wie möglich formuliert sein und sollte nicht vom Anrufer beendet werden. Als Hilfe dienen hier die 4 W´s:

WO ist der Unfallort?
z.B.: Ort, Straße, Hausnummer, Autobahnkilometer

WAS ist passiert?
z.B.: Autounfall, Brand, Herzinfarkt

WIE VIELE?
z.B.: Anzahl der Verletzten, Hinweise auf besondere Umstände

WER ruft an?
Name und Telefonnummer, warten auf Rückfragen

Wichtig: Der Notruf sollte nicht vom Anrufer beendet werden. Wird unabsichtlich eine Notrufnummer gewählt, legen Sie nicht auf, sondern erklären Sie, dass es ein Versehen war.

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