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Sturmwarnung von 09.02 - 11.02.2016

  • Sturm und Orkan © Karl Heinz Laube / Pixelio.de
Von Dienstag, 09. Februar 2016 bis Donnerstag, 11. Februar 2016 gilt eine eine Sturmwarnung für die Bundesländer Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg. Es ist mit Windspitzen zwischen 70 und 90 km/h zu rechnen. Ab Mittwoch ist dann mit Neuschnee zu rechnen. (Quelle: ZAMG)

Aktuelle Wetterwarnung der ZAMG

 

Vorbeugende Schutzmaßnahmen:

  • Stabile Dachkonstruktion und feste Verankerung im Mauerwerk mit Hilfe von Mauerankern, Schrauben und Metallbändern.
  • Abspannen von Masten, Antennen und Schornsteinen zur Verhinderung von langperiodischen Schwingungen und periodische Überprüfung derartiger Einrichtungen.
  • Zusätzlich sollten in Warnsituationen Gerüste, Werbetafeln, Markisen, Partyzelte, Abdeckplatten und –planen fest verankert werden
  • Schutz vor entwurzelten Bäumen in Hausnähe durch entsprechenden Abstand oder Zurückschneiden gebäudenaher Bäume auf höchstens Firsthöhe.
     
  • Vorbeugend sollten Sie in regelmäßigen Abständen Dächer und Schornsteine auf lose Dachziegel oder Bleche u.ä. überprüfen.
  • Vorratshaltung von Ersatzdachplatten und Folien zur temporären Vermeidung von Nässeschäden im Schadensfall.
  • Abdecken von Glasflächen im privaten Bereich (Rollläden) und im Gewerbe, zum Beispiel bei Gewächshäusern (hagelsichere Glastypen).
  • Umrüstung auf hagelsichere Dächer durch Betondachpfannen, verstärkte Bleche oder Spezialfolien mit Kiesschüttung und Seitenabdeckung.
  • Nicht befestigte Gegenstände, die sich außerhalb des Hauses im Garten befinden, in Sicherheit bringen (z.B. Mülltonnen, Wäsche, Blumenkübel, Werkzeuge, Gartenmöbel, usw.)!

Verhaltensregeln und Tipps bei schweren Stürmen

  • An Gebäuden sollten alle losen Gegenstände beseitigt oder befestigt werden. Dies betrifft insbesondere Gartenmöbel und Pflanzen.
  • Meiden Sie Waldgebiete und Alleen!
  • Fenster und Türen schließen (auch nicht kippen)! Wenn vorhanden, Rollläden oder Fensterläden schließen!
  • Verlassen Sie bei Sturm die schützenden Wohnräume nicht – Gefahr durch herabstürzende Trümmer, Bäume oder elektrische Leitungen!
  • Wenn Ihr Haus von hohen Bäumen umgeben ist, halten Sie sich nicht im Dachgeschoß auf! Meiden Sie auch Fensterflächen, die zu Bruch gehen könnten!
  • Fahrzeuge sollten nicht in der Nähe von morschen Bäumen, Baustellen oder älteren Gebäuden abgestellt werden.
  • Keller sollten vor eindringendem Wasser geschützt werden. Gullys und Regenrinnen sollten von Laub befreit werden, so dass das Wasser abfließen kann.
  • In Stadtgebieten nicht in Überschwemmungsgebieten waten. Gullydeckel könnten von der Flut weggeschwemmt sein, man könnte in die Siele fallen.
  • Autofahrer sollten langsam fahren.
  • Die Türen des Fahrzeugs sollten vorsichtig geöffnet werden, damit der Wind sie nicht aufreißen kann.
  • Zu Lkw und Bussen sollte man Abstand halten, da sie von Böen zur Seite gedrückt werden können. Wer große Fahrzeuge überholt, sollte beachten, dass nach dem Windschatten plötzliche und heftige Böen drohen. Auf Dachaufbauten oder Fahrten mit Anhängern sollte verzichtet werden.
  • Wenn Sie sich im Freien aufhalten müssen, meiden Sie die Nähe von Gebäuden, Gerüsten, hohen Bäumen und Strommasten!
  • Überprüfen Sie vor dem Sturm ihre Taschenlampen bzw. Notstromversorgung – Gefahr von Stromausfällen
  • Beginnen Sie allfällige Aufräumarbeiten erst nach Ende des Sturmes. Achten Sie dabei auf ausreichenden Abstand zu möglicherweise einsturzgefährdeten Bauten sowie zu abgerissenen Stromleitungen!
  • Denken Sie auch an Menschen in Ihrer Umgebung, die hilfsbedürftig sind. Sie benötigen Ihre Unterstützung.

Blackout

Welche Auswirkungen ein Blackout haben kann:

Beispiel eines Blackouts im Sommer
Im Sommer sind die Tage länger hell und es wird nicht geheizt. Für private Haushalte wird der Schaden also geringer ausfallen. Allerdings verderben gekühlte Lebensmittel schneller, wenn der Kühlschrank nicht funktioniert

Beispiel eines Blackouts im Winter
Im Winter ist ein längerfristiger Stromausfall weitaus schwerwiegender. Die Heizung und der Strom fallen aus und die wärmende Mahlzeit ist kalt

Büros und Betriebe
In Büros und Betrieben funktionieren Computer, Drucker, Kopierer, Telefone und andere Geräte nicht mehr

Geschäfte und Supermärkte
In Supermärkten und Geschäften kann nicht mehr an den Kassen bezahlt werden
Tiefkühlware und verderbliche Ware kann nicht mehr gekühlt werden

Infrastruktur
In Städten kann es durch den Ausfall von Ampelanlagen, Straßen- und U-Bahnen zu einem Verkehrschaos kommen. Züge bleiben stehen

Lebensmittel
Verderbliche Lebensmittel können nicht mehr gekühlt werden

Bargeld
Man kann kein Bargeld von Geldautomaten beheben

Kommunikation
Private Kommunikation (Telefon, Handy, Internet) funktioniert nicht mehr
Radio und TV fallen aus

Welche Ursachen kann ein Blackout haben:

  • Höhere Gewalten, Naturkatastrophen, seltene Ereignisse
  • Netzbetriebliche Ursachen
  • Künstliche oder menschliche Bedrohungen (Sabotage, (Cyber-)Terrorismus)

Was Sie tun können:

Seien Sie sich bewusst, dass es im Falle eines längerfristigen Blackouts eventuell nicht möglich ist, Lebensmittel und Getränke zu kaufen (Kassen funktionieren nicht, Transportlogistik bricht zusammen, Zahlung mit Bankomat-/Kreditkarte nicht möglich).

Daher sollten Sie für den Ernstfall vorsorgen und  für einen krisenfesten Haushalt bevorraten:

Lebensmittel- und Getränkevorrat
Einen Getränkevorrat (Mineralwasser, Fruchtsäfte) für 7-14 Tage
Einen Lebensmittelvorrat für 7-14 Tage, der Inhalt der Tiefkühltruhe sollte nicht in erster Linie als Vorrat verwendet wenden

Ersatzbeleuchtung
Kerzen, Zünder, Feuerzeug, Taschenlampe mit Ersatzbatterien, Petroleum-Starkleuchte

Ersatzkochgelegenheit
Trockenspiritus oder Brennspiritus, Campingkocher, Fonduekocher

Empfangseinrichtungen
Kurbelradio oder Batterieradio mit Ersatzbatterien

Erste Hilfe - Zivilschutzapotheke
Verbandsmaterial, persönliche Medikamente, schmerzstillende Tabletten, etc.

Geld
Bewahren Sie immer etwas Bargeld zuhause auf

Hygieneartikel
Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Shampoo, Toilettenpapier, Binden oder Tampons, Vollwaschmittel, Müllbeutel, Putzmittel

Notstromversorgung
Notstromaggregate gibt es mit einer Leistung von unter 1 Kilowatt bis zu mehreren hundert Kilowatt. Bestimmte Betriebe (z.B. Landwirtschaft) sollten prüfen, ob die notwendigsten Anlagen Notstromversorgungen notwendig oder möglich sind

Alternative Heizmöglichkeit
Heizgeräte, die mit Petroleum oder Flaschengas betrieben werden, Kachelöfen, Kaminöfen, usw.

 

Mehr Informationen:

Bevorratung

SAFETY Blackout Ratgeber

Blackout (NÖZSV)

Quellen und weiterführende Informationen:

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

ORF.at 

 

Bild: © Karl-Heinz Laube / PIXELIO

www.pixelio.de

 

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