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Nach Entwarnung im KKW Saporschschja: Vorsorgemaßnahmen für einen krisenfesten Haushalt

Der Zwischenfall im ukrainischen Kernkraftwerk Saporischschja zeigt einmal mehr, dass kein Kernkraftwerk sicher ist. In Österreich selbst gibt es keine Kernkraftwerke, doch ein atomarer Unfall in einem anderen europäischen Land kann nie ausgeschlossen werden und radioaktive Strahlung kennt keine Grenzen.

Der Österreichische Zivilschutzverband macht aufgrund der aktuellen Vorkommnisse in der Ukraine und in Teilen Österreichs auf die Notwendigkeit der persönlichen Vorsorge aufmerksam. Nicht nur die Vorsorge für einen atomaren Unfall ist wichtig, jeder sollte sich mit möglichen Ernstfällen und Katastrophen auseinandersetzen und Vorkehrungen treffen. Das Ziel eines krisenfesten Haushaltes ist es, so gut wie möglich auf alle Gefahren, seien es technische Pannen, Naturkatastrophen oder andere unvorhergesehen Ereignisse, vorbereitet zu sein.

Vorsorgemaßnahmen für sich selbst und seine Familie treffen!

„Der aktuelle Zwischenfall in der Ukraine und die derzeitige Wettersituation in Teilen Österreichs führen einmal mehr vor Augen, wie wichtig persönliche Vorsorgemaßnahmen und Vorkehrungen sind. Die österreichische Bevölkerung wird im Falle einer Strahlengefahr rechtzeitig durch das Strahlenfrühwarnsystem gewarnt und alarmiert. Trotzdem ist es wichtig, sich selbst und seine Familie auf Notsituationen vorzubereiten, sich vorab mit Katastrophenszenarien auseinanderzusetzen und dementsprechend vorzusorgen.“, so Johann Rädler, Präsident des Österreichischen Zivilschutzverbandes.

Vorsorgen heißt, Kenntnisse aneignen über:

Österreich verfügt über ein flächendeckendes Warn- und Alarmsystem. Mit mehr als 8.000 Sirenen österreichweit kann die Bevölkerung im Katastrophenfall gewarnt und alarmiert werden. Jeder sollte die Zivilschutzsignale kennen und wissen, was im Ernstfall zu tun ist.

- Lebensmittel und Getränke für 7-14 Tage (auf persönliche Essgewohnheiten sowie Kleinkinder, ältere Menschen und Haustiere achten). Überprüfen Sie regelmäßig das Ablaufdatum von Lebensmittel und Medikamenten 
- Batterieradio und Batterietaschenlampe (inkl. Ersatzbatterien), Kerzen und Zünder
- Zivilschutzapotheke (wichtige und persönliche Medikamente, * Kaliumjodidtabletten, Verbandsmaterial)
* Kaliumjodidtabletten dürfen nur auf ausdrückliche Anweisung der Gesundheitsbehörden eingenommen werden. Für Kinder und Jugendlich bis 18 Jahren und Erwachsene bis 40 Jahren.
- Körperpflege und Hygieneartikel
- Notgepäck und Dokumentenmappe
- usw.
Kenntnisse übder die wichtigsten österreichischen Notrufnummern. Der Notruf muss immer so präzive wie möglich formuliert werden. Als Hilfe dienen hier die 4 W´s:
WO ist etwas passiert? (Genaue Angebe des Unfallortes, Straße und Hausnummer, Autobahnkilometer)
WAS ist passiert? (z. B. Herzinfarkt, Autounfall)
WIE VIELE Verletzte gibt es? (sonstige Angaben zur Situation)
WER ruft an? (Name und Telefonnummer, Warten auf Rückfragen)
Das Gespräch wird von der Notrufstelle beendet!
  • Erste Hilfe
  • Panikvermeidung

 

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