Kinder sehen, hören und reagieren anders! Häufig werden die Fähigkeiten von Kindern überschätzt. Wenn ein Kind gelernt hat am Schulweg an einer bestimmten Kreuzung am Zebrastreifen anzuhalten, heißt das nicht, dass es sich auch bei anderen Kreuzungen so verhält. Denn – Kinder sehen, hören, denken, reagieren und bewegen sich anders als Erwachsene! Erst ab einem Alter von etwa acht bis zehn Jahren können die kleinen Fußgänger mit den Anforderungen des Straßenverkehrs einigermaßen sicher umgehen. Voraussetzung dabei ist, dass sie im Elternhaus ausreichend vorbereitet werden.
Achtung beim Überqueren der Straße – auch am Zebrastreifen! Damit die Kleinen unbeschadet über die Straße kommen, müssen die Eltern einen möglichst sicheren Übergang zum Überqueren der Straße suchen. „Lassen Sie Ihr Kind nicht an unübersichtlichen Stellen, ungeregelten Kreuzungen, zwischen parkenden Fahrzeugen und Sträuchern oder vor Kurven und Kuppen über die Straße gehen!“, warnt das KfV und rät: „Bei Fußgängerampeln gilt: Grün allein reicht nicht – immer nach beiden Seiten schauen und auf Abbieger achten! Druckknopfampeln haben lange Wartezeiten – führen Sie den Kindern vor Augen, dass die Ampeln mit Zeitverzögerung arbeiten und tatsächlich funktionieren“. Der Zebrastreifen wird in seiner Schutzwirkung oft überschätzt: Trotz gesetzlicher Verpflichtung halten viele Fahrzeuglenker nicht an. Dazu kommt, dass in den Städten Zebrasteifen oft verparkt sind und Kinder somit den Verkehr kaum wahrnehmen können. Wichtig ist: erst losgehen, wenn die Fahrbahn frei ist oder alle Fahrzeuge angehalten haben.

